Warum eine Diagnose für Selbstliebe im Messie-Spektrum heilsam sein kann: Viele Menschen, die mit Unordnung kämpfen, glauben: „Ich bin einfach zu faul.“ Oder: „Ich schaffe es halt nicht.“ Doch oft steckt mehr dahinter.
Unordnung ist kein persönliches Versagen
Unordnung entsteht nicht einfach so. Sie ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist ein Signal. Ein Ausdruck davon, dass etwas im Inneren nicht in Balance ist.
Manche Menschen leben jahrelang mit dem Gefühl, zu versagen. Dabei kämpfen sie in Wahrheit mit unsichtbaren Belastungen. Und oft fehlt ihnen schlicht das richtige Wort für das, was sie erleben.
Selbstfürsorge beginnt mit Ehrlichkeit
Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Akt von Selbstfürsorge. Wer ehrlich hinschaut, kann viel entdecken. Zum Beispiel, dass Schlafprobleme, Antriebslosigkeit oder Angst keine Ursache – sondern ein Symptom sind.
Ursachen sind oft nicht das, was sie zu sein scheinen
Viele denken: „Ich bin halt depressiv.“ Oder: „Ich habe Angststörungen.“ Doch genau das kann ein Warnsignal sein. Denn dahinter können ganz andere Erkrankungen stehen – und die bleiben oft lange unentdeckt.
Hier drei mögliche Beispiele:
1. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)
Viele Erwachsene , vor allem Frauen, erhalten die Diagnose erst spät. Sie leiden unter Chaos im Kopf, Reizüberflutung, Vergesslichkeit. Ordnung zu halten ist dann enorm anstrengend. Erst die Diagnose bringt Erleichterung: Ich bin nicht schuld. Ich funktioniere einfach anders.
2. Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
Auch Autismus bleibt oft unerkannt. Menschen im Spektrum haben oft ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle oder völliger Rückzug in eine „sichere Höhle“. Reize von außen überfordern. Ordnung zu halten wird dann zweitrangig: Das Überleben kommt zuerst.
3. Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Hashimoto)
Diese Erkrankungen können starke Erschöpfung, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme auslösen. Viele Betroffene denken an Depression – dabei liegt eine körperliche Ursache vor.
Neurodivergenz zu erkennen kann heilen
Wer neurodivergent ist, also neurologisch anders funktioniert als der Durchschnitt, braucht andere Wege. Andere Strukturen. Andere Formen von Selbstfürsorge. Eine passende Diagnose kann der erste Schritt zur Entlastung sein.

Selbstfürsorge heißt: Du musst das nicht allein schaffen
Du musst nicht perfekt funktionieren. Du musst nicht „endlich mal aufräumen“. Erstmal darfst du dich um dich selbst kümmern. Um deine Energie und dein Nervensystem. Um das, was wirklich in dir los ist. Vielleicht beginnt dein Weg nicht mit Ausmisten – sondern mit einem Anruf beim Hausarzt. Oder mit dem Mut, dich selbst ernst zu nehmen.
Vielleicht ist jetzt der Moment, dir Hilfe zu holen. Ich bin da und begleite dich in deinem Tempo.
Mehr Informationen zum Thema Selbsthilfe findest du in meinem Blog: Hier weiterstöbern…