Neujahrsvorsatz scheitert

Wenn der Neujahrsvorsatz zu viel auf einmal will: Viele Menschen starten mit dem Vorsatz, jetzt endlich alles aufzuräumen. Die ganze Wohnung. Alle Schränke. Alles auf einmal. Was nach Klarheit klingt, wird schnell zur Überforderung.

Ein typisches Beispiel ist das Thema Kleidung. Der Plan ist logisch. Alle Kleider aus den Schränken nehmen, sortieren, waschen und ordentlich verstauen. In der Realität zeigt sich schnell, wie gross dieses Vorhaben wirklich ist. Beim Ausräumen tauchen ungewaschene Kleider aus allen Ecken auf. Die Schränke sind bereits voll. Die Übersicht fehlt. Gleichzeitig fällt es schwer, sich von Kleidung zu trennen. Viele Stücke sind mit Erinnerungen verbunden oder mit dem Gedanken, sie vielleicht irgendwann noch zu brauchen.

Nach dem Waschen ist zwar vieles sauber, aber der Platz fehlt weiterhin. Die Schränke bleiben zu voll. Statt Erleichterung entsteht Frust. 

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Drei typische Beispiele, bei denen ein  Neujahrsvorsatz scheitert

1. Ich räume meine ganze Wohnung auf
Dieser Vorsatz ist zu gross. Das Gehirn reagiert auf Überforderung mit Blockade. Ohne klare Struktur entsteht das Gefühl, nie fertig zu werden. Die Motivation bricht schnell ein.

2. Ich sortiere alles aus und trenne mich konsequent
Loslassen ist emotional anspruchsvoll. Gegenstände stehen oft für Sicherheit, Schuldgefühle oder unerfüllte Wünsche. Jede Entscheidung kostet Energie. Ohne innere Klarheit wird dieser Vorsatz schnell zu viel.

3. Ab jetzt halte ich dauerhaft Ordnung
Ordnung ist kein Zustand, der einmal erreicht und dann erledigt ist. Sie braucht Wiederholung und Anpassung. Wer erwartet, dass nach einer grossen Aufräumaktion alles von selbst funktioniert, erlebt schnell Enttäuschung.

Warum ist das so?

Aufräumen ist kein rein praktisches Thema. Es berührt innere Prozesse wie Kontrolle, Sicherheit und Selbstwert. Viele erleben, dass das Aufräumen überfordert, obwohl der Wunsch nach Ordnung gross ist. Das liegt nicht an mangelnder Disziplin, sondern an inneren Mustern, die beim Thema Ordnung aktiviert werden.

Unordnung kann unbewusst eine Schutzfunktion haben. Sie hält Abstand zu schwierigen Gefühlen oder verhindert Entscheidungen, die verunsichern. Ein Neujahrsvorsatz scheitert oft, weil er auf Disziplin setzt statt auf Verständnis.

Das Nervensystem braucht Sicherheit und kleine, machbare Schritte. Wird der innere Druck zu hoch, reagiert der Körper mit Rückzug. Aufgeben fühlt sich dann kurzfristig entlastend an.

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Drei Wege, wie du Frust beim Vorsatz aufzuräumen vermeiden kannst

1. Mache den Vorsatz bewusst kleiner
Nicht die ganze Wohnung. Nicht ein kompletter Schrank. Ein klar begrenzter Bereich reicht. Kleine Schritte reduzieren den Frust beim Aufräumen und machen Ordnung erlebbar.

2. Kläre zuerst dein Ziel
Bevor du etwas ausräumst, frage dich, was du wirklich erreichen möchtest. Mehr Platz. Weniger Druck. Mehr Übersicht. Klarheit verhindert Überforderung.

3. Verstehe Ordnung als Prozess
Ordnung ist kein perfekter Zustand. Sie entwickelt sich mit der Zeit. Mit Pausen, Rückschritten und neuen Anläufen. Das ist normal und kein Scheitern.

Wenn du merkst, dass dein Neujahrsvorsatz scheitert, weil er zu gross ist oder du dich immer wieder verzettelst, unterstütze ich dich gerne. Ich helfe dir, den Fokus zu halten, Prioritäten zu setzen und dranzubleiben. Ohne Druck. Mit Struktur und Klarheit. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.

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